Die erste Kyu Prüfung 2020

Unsere Ju-Jutsu Abteilung veranstaltete Mitte März im großen Dojo des Vereins die erste Kyu-Prüfung dieses Jahres. Angetreten waren neun Erwachsene, wobei es für sechs die erste Prüfung im Ju-Jutsu war. Prüfer waren Günter Dücker, 2. Dan Ju-Jutsu und Ralf Thiele, 5. Dan Ju-Jutsu. Wie ihr sicher aus eigener Erfahrung wisst, ist die erste Prüfung meist immer eine der schwierigsten. Es fehlt eben noch die Routine für eben nicht alltägliche Selbstverteidigungs- und Bewegungstechniken. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Verknüpfung sehr unterschiedlicher Bewegungen und Techniken. Ausweich-, Hebel-, Schlag- und Wurftechniken müssen sinnvoll kombiniert werden. Das Ganze natürlich nicht nur im Stand, sondern auch am Boden. Für die Anfänger ist noch vieles recht neu und da es eine Unzahl an technischen Selbstverteidigungsvariationen gibt, kommt es nicht nur auf eine gute körperliche Kondition sondern auch auf die entsprechende Kopfarbeit an. Erst denken, dann handeln! Dieser Spagat wurde von allen Teilnehmern mit vollem Einsatz und Konzentration absolviert. Alle bestanden ihre Prüfungen mit guten bis sehr guten Leistungen. Macht weiter so und bis zur nächsten Prüfung!

Alles lebt von der Bewegung – auch die Selbstsverteidigung

Dieses Thema war das Motto eines Bundeslehrgangs Ju-Jutsu in Oldenburg. Ausrichter war die Ju-Jutsu Abteilung des Schwarz-Weiß Oldenburg e. V.. Als Referent gewonnen werden konnte Stefan Matthießen, 5. Dan Ju-Jutsu, Trainer A und Krav Maga Instructor. Anwesend waren fast 50 Ju-Jutsukas aus dem ganzen norddeutschen Raum. Nach einführenden Worten des Referenten war Bewegung angesagt. Ziel war hier die Mobilisierung von möglichst vielen Gelenken und Muskelgruppen. Es folgten Übungen mit Hilfsmitteln wie Verkehrskegel und Hula Hoop Reifen. So wurde z. B. der Hula Hoop Reifen hier eingesetzt um die Bewegungsmöglichkeiten auf kleinstem Raum auszutesten. Nach dem Aufwärmen zeigte der Referent Ausweichbewegungen gegen Handtechniken mit der Vor- und der Schlaghand. Begonnen wurde mit einfachen Side Steps, mal mit mal ohne Auslagewechsel. Es folgten einfache und doppelte Schrittdrehungen mit dem Ziel, sich nach einem Angriff in eine gute Verteidigungsposition zu bringen. Weitere Themen waren Technikvarianten des Schulterwurfs und des Aushebers. Besonders bei letzterem wurde deutlich, dass Variablen wie Gewicht und Größe nicht zu unterschätzende Faktoren bei Anwendung einer Verteidigungstechnik sind.

Sportliche Aktivität erfordert Pausen. So versüßten die Organisatoren die Anwesenden in der großen Pause mit diversen selbstgebackenen Kuchen und Keksen sowie Säften und Kaffee. Gut erholt und gestärkt ging es in die zweite Runde. Ein Bodenrandori und das Ausführen verschiedener Tritttechniken sorgte fürs Aufwärmen. Stefan zeigte nun diverse Hebelkombinationen am Boden. Wichtig war ihm hier zu verdeutlichen, bei einem Hebelwechsel den ersten Hebel erst dann aufzugeben wenn der Zweite sicher ist. Es folgte das Üben von diversen Weiterführungstechniken, sollte nach einem Hebelwechsel etwas misslungen sein.

Bei diesem kompakten Angebot gingen die angesetzten vier Stunden wie im Fluge vorüber. Für den Abschluss dachte sich Stefan aber noch etwas Besonderes aus: eine mentale Phantasiereise. Mit Unterstützung meditativer Musik sollten sich die Anwesenden vorstellen, sie lägen auf einem Südseestrand auf warmen Sand und unter einer warmen Sonne. Nun galt es auf Atem und Herzschlag zu achten um sich zu lockern und alle Spannungen aus dem Körper fließen zu lassen.

Der abschließende lange Applaus belegte die Zufriedenheit aller anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wie immer ein informativer Lehrgang wie man es vom Referenten gewohnt ist.

 

 

 

 

 

 

 

Lehreinweisung Ju-Jutsu in unserem Dojo

Zur Vorbereitung auf den 1. Dan Ju-Jutsu gehört die Lehreinweisung. Der angehenden Meisterin und dem angehenden Meister sollen hier Fertigkeiten jenseits der eigentlichen Selbstverteidigungstechniken vermittelt werden, die es ermöglichen, ein eigenes Training zu konzipieren und zu leiten. Besonders wichtig sind hier die rechtlichen Aspekte betreffs der Aufsicht über Personen, insbesondere von Minderjährigen und der ganze Bereich der Notwehr.

Diese Thematik war Inhalt eines Lehrgangs des Bezirksfachverbandes Weser-Ems Ende September bei uns in Oldenburg. Referent war der Lehrreferent Weser-Ems, Ralf Thiele, 5. Dan Ju-Jutsu mit Unterstützung des Prüfungsreferenten Weser-Ems, Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu.

Dem Thema entsprechend war also viel Theorie angesagt. Viele Gesetze und ihre Auswirkungen auf das Training aber auch auf reale Verteidigungssituationen waren durchzusprechen und zu diskutieren wie der Umgang beim Training mit Minderjährigen und das Verhalten in Notwehrsituationen. Die Praxis kam aber dennoch nicht zu kurz. Besonderen Wert legten die Referenten auf die Vermittlung der Ju-Jutsu Prinzipien, Basis jeder Technik- und jeder Technikgruppe. So wurde hier explizit darauf hingewiesen, dass das saubere Erlernen einer Ju-Jutsu Technik wichtig ist, das zugrunde liegende Prinzip genauso, wenn nicht sogar wichtiger. Der Tag war also gut ausgefüllt und trotz der großen Stoffmenge waren alle teilnehmenden angehenden Ju-Jutsu Meisterinnen und Meister der Ansicht, viel für sich und ihr Training dazugelernt zu haben.

Vorbereitungslehrgang auf den 2. Und 1. Kyu Ju-Jutsu

Die letzten Hürden auf dem Weg zum Dan und wie man sie bewältigt, war Thema eines Bezirkslehrgangs „Vorbereitung auf den 2. Und 1. Kyu Ju-Jutsu“ Ende September in unserem Dojo in Oldenburg. Referenten waren der Prüfungsreferent Weser-Ems Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu und der Lehrreferent Weser-Ems. Ralf Thiele, 5. Dan Ju-Jutsu.

Bis zum 1. Dan ist zwar noch ein wenig Zeit, prüfungstechnisch nähert man sich aber schon deutlich den kommenden Anforderungen an. Konnte man sich in den ersten Prüfungen hier und da noch so manchen Patzer erlauben, wird die Toleranzschwelle der Prüfer in Richtung Dan doch merklich enger und so soll es auch sein. Die beiden Referenten ließen sich die geforderten Techniken von den Teilnehmenden vorführen und schauten, ob die jeweiligen Ausführungen mit den Prüfungsprogrammen kompatibel sind. Es wurden Anregungen aber auch Korrekturen gegeben. Besonders die Abwehr von Waffen war wieder ein umstrittenes Thema. Hier kann man merken, wie unterschiedlich dies in den einzelnen Vereinen trainiert wird. Den Referenten besonders wichtig war die Umsetzung der Ju-Jutsu Prinzipien und der Hinweis, Dynamik und Schnelligkeit sind wichtig, aber eine saubere und deutlich gezeigte Technik ist noch wichtiger.

Drei neue Blaugurte in der Abteilung

Bei den Bezirks Kyu Prüfungen in Delmenhorst bestanden u. a. drei Ju-Jutsuka aus unserem Verein ihre Prüfung zum 2. Kyu Ju-Jutsu: Antje-Frederike, Henning und Martin. Prüfer waren unser Vereinstrainer Norbert Töbermann, 5. Dan JJ, Prüfungsreferent BFVWE und Thomas te Braake, 4. Dan JJ, Vorsitzender BFVWE.

Die Prüflinge sind alle keine Neulinge mehr, aber auch für Fortgeschrittene wird es nicht einfacher. Je länger man dabei ist, desto mehr technische Selbstverteidigungsvariationen hat man zur Auswahl und die Entscheidung für die Eine oder Andere muss blitzschnell geschehen. So kommt es nicht nur auf eine gute körperliche Kondition sondern auch auf die entsprechende Kopfarbeit an. Dieser Spagat wurde aber von allen drein mit vollem Einsatz und Konzentration absolviert und das nach sechs Stunden Prüfung. Gratulation!

Kyu-Prüfungen für Kinder und Jugendliche

In unserem großen Dojo veranstalteten wir Anfang Juni Kyu-Prüfungen für Kinder und Jugendliche. Geprüft wurden 13 Kinder und 5 Jugendliche, wobei es für etliche Kinder die erste Prüfung war. Prüfer waren Günter Dücker, 2. Dan Ju-Jutsu und Ralf Thiele, 5. Dan Ju-Jutsu. Anwesend waren auch die Trainerin und der Trainer der Kinder, Gabriele Blohme, 3. Dan Ju-Jutsu und Herbert Martens, 4. Dan Ju-Jutsu sowie der Trainer der Jugendlichen, Ralf Wagner, 3. Dan Ju-Jutsu.

Besonders die erste Prüfung gilt immer als eine der schwierigsten, weil die Prüflinge für sie noch nicht alltägliche Selbstverteidigungs- und Bewegungstechniken zur Anwendung bringen müssen. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Verknüpfung von verschiedensten Selbstverteidigungstechniken. Ausweich-, Hebel-, Schlag- und Wurftechniken müssen sinnvoll kombiniert werden und nicht nur im Stand, sondern auch am Boden ausgeführt werden. Gerade für Kinder Aufgaben, die sie besonders fordern in Bezug auf Konzentration und körperliche Leistungsfähigkeit.

Aber auch für die schon Fortgeschrittenen bleiben die Aufgaben anspruchsvoll. Sie haben zwar mehr technische Selbstverteidigungsvariationen zur Verfügung aber damit auch die Qual der Wahl, die in einer Selbstverteidigungssituation blitzschnell erfolgen muss. So kommt es nicht nur auf eine gute Körperbeherrschung sondern auch auf die entsprechende Kopfarbeit an. Schon für Erwachsene schwierig, für Kinder und Jugendliche umso mehr, wurde dieser Spagat aber von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit vollem Einsatz und Konzentration zur vollsten Zufriedenheit der Prüfer absolviert. Belohnt wurden so alle Prüflinge mit dem nächsthöheren Gürtel.

Bei den Kindern erreichten den weiß-gelben Gürtel Nada Ben-Beskri, Emily Kuhlow, Mohammed Oueriermmi, Leonhard Viehöver und Luis Harms; den gelben Gürtel Hiba Ben-Beskri, Mounib Ben-Beskri, Anna Vossmann un Manar Oueriermmi; den gelb-orangenen Gürtel Lotta Neumann und Jonas Klappenbach und den orangenen Gürtel Nina Kreienberg, Klaas Petermann und Mia-Lotta Steffens. Bei den Jugendlichen erreichten den gelben Gürtel Bendix Müller, Corvin Müller, Julia Scheele und Alina Will und den grünen Gürtel Paul Weißer.

Wer sich für das Ju-Jutsu interessiert, findet Informationen unter www.ju-jutsu-oldenburg.de

Ju-Jutsu und das richtige Mindset

Ju-Jutsu und das richtige Mindset für die Selbstverteidigung war das Thema eines Bundeslehrgangs in Oldenburg. Als Referent gewonnen werden konnte Stefan Matthießen, 5. Dan Ju-Jutsu, Trainer A und Krav Maga Instructor. Nach einem kurzen Aufwärmen kamen sogleich die Fragen auf, was heißt eigentlich Mindset und was bedeutet das richtige Mindset für das Ju-Jutsu? Mindset  bedeutet die Gesamtheit persönlicher Glaubenssätze und Einstellungen oder, kurz gesagt, unser Denken bestimmt unser Verhalten. Der Referent führte aus, wie die innere Einstellung einer Person Einfluss darauf nimmt, wie sich diese Person in unterschiedlichen Situationen verhält. Für die Selbstverteidigung ist dies essentiell, denn gelernte Kampftechniken nützen nicht viel wenn im Ernstfall unsere Psyche nicht fähig oder willens ist die Kampftechniken adäquat einzusetzen.

Stefan begann mit Reaktions- und Koordinierungsübungen u. a. mit Tennisbällen. Es folgten Bedrängungsübungen mit großen Schlagpolstern, wobei sich die Teilnehmenden mit dem Aufsetzen von Mützen maskieren mussten. Weiter ging mit der Abwehr von Würgeangriffen im freien Raum sowie an der Wand. Nach einer kurzen Erholungspause mit der Möglichkeit, verschiedenste Sorten von selbstgebackenem Kuchen zu probieren, hielt Stefan einen kurzen Vortrag über die Gefährlichkeit von Stichwaffen. Er wies darauf hin, dass bei einer Stichwaffenabwehr immer damit gerechnet werden muss verletzt zu werden. Bei dem Einsatz abgenommener Waffen ist zudem immer darauf zu achten, nicht plötzlich vom Opfer zum Täter zu werden. Auch die Auswirkungen von Stress ist zu berücksichtigen. Das wurde auch sogleich in Dreiergruppen geübt, wobei das Opfer mit Schlagpolster und Messer gleichzeitig attackiert wurde.

Im letzten Teil des Lehrgangs zeigte Stefan dann noch diverse Formen der Abwehr bei einer Messerbedrohung am Hals. Hier wies er darauf hin, nicht blindlings abzuwehren sondern sich erst zu vergegenwärtigen, an welcher Halsseite sich das Messer befindet. Durch eine überschnelle Reaktion kann man sich leicht mit dem Messer selbst verletzen. Am Ende gab es noch ein kurzes Abwärmen mit Musik. Der abschließende lange Applaus belegte die Zufriedenheit der fast 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den Ablauf des Lehrgangs und die gewonnenen neuen Eindrücke.

Ein guter Lehrgang, Stefan, mach weiter so!

Neun Ju-Jutsuka auf dem Weg zum Meister

Im kleinen Dojo unseres Vereins veranstalteten wir in diesem Jahr unsere ersten Kyu Prüfungen. Geprüft wurden neun Erwachsene wobei es für sechs die erste Prüfung im Ju-Jutsu war. Prüfer waren Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu und 1. Dan Kyusho Jitsu und Günter Dücker, 2. Dan Ju-Jutsu. Die Prüflinge waren Fritz Sloot und Gerd van Beesten zum 3. Kyu oder grüner Gürtel, Sarah Claussen zum 4. Kyu oder orangener Gürtel, Klaus Röben, Max Bodenstein, Jan Große-Höötmann, Günter Bekman, Manuel Römer und Kolja Heber zum 5. Kyu oder gelber Gürtel.

Für die meisten Prüflinge war es die erste Prüfung und die gilt immer als eine der schwierigsten, weil die Prüflinge für sie noch nicht alltägliche Selbstverteidigungs- und Bewegungstechniken zur Anwendung bringen müssen. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Verknüpfung von verschiedensten Selbstverteidigungstechniken. Ausweich-, Hebel-, Schlag- und Wurftechniken müssen sinnvoll kombiniert werden und nicht nur im Stand, sondern auch am Boden ausgeführt werden. Da es eine Unzahl an technischen Selbstverteidigungsvariationen gibt, kommt es nicht nur auf eine gute körperliche Kondition sondern auch auf die entsprechende Kopfarbeit an. Dieser Spagat wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit vollem Einsatz und Konzentration absolviert. Alle bestanden ihre Prüfungen und die Prüfer attestierten den Prüflingen gute bis sehr gute Leistungen bei den gezeigten Techniken und auch dem körperlichen Einsatz.

Bundeslehrgang Prüferlizenz

Am Samstag, dem 02.02.2019, fand bei der Ju-Jutsu Abteilung des Vereins Schwarz-Weiß Oldenburg ein Bundeslehrgang zur Verlängerung der Prüferlizenz statt. Die Lehrgangsleitung oblag Uwe Nettlau, 6.Dan Ju-Jutsu, Direktor Prüfungswesen im NJJV. Nach der Begrüßung der Teilnehmenden und des Referenten durch unseren  Abteilungsleiter Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu, begann es erst einmal mit der Theorie. Besprochen wurden Veränderungen und Auslegungen des aktuellen Ju-Jutsu Prüfungsprogramms. Im Besonderen ging es um Prüfungen bei Kindern und Jugendlichen und die Unterschiedliche Handhabung der Formalien in den Vereinen und bei Prüfern und Prüferinnen. Uwe Nettlau verdeutlichte die Problematik an Hand von Beispielen und erklärte noch einmal das zurzeit offizielle Verfahren. Ein weiterer Punkt war die bisher oft unterschiedliche Auffassung über die Ausführung des Übergangs vom Stand zum Boden. Der Referent verwies auf das neueste Prüfungsprogramm und die Offenheit des Mittels, also der Technik, den Angreifer kontrolliert zu Boden zu bringen. Klargestellt wurde auch, dass sich der oder die Verteidiger oder Verteidigerin ebenfalls zu Boden begeben muss um dort mit der Verteidigung fortzufahren.

Nach einer kurzen Pause folgte dann der Praxisteil. Nun ging es um die Bewegungslehre. Der Referent ließ sich zeigen wie einzelne Prüfer und Prüferinnen diese abfragen bzw. in ihren Vereinen üben lassen. Die Entscheidung, ob sie bei Prüfungen mit oder ohne Partner bzw. Partnerin gezeigt werden, überließ er den jeweils Prüfenden.

Im nächsten Themenkomplex demonstrierten die Teilnehmenden wie sie verschiedene Formen der Stockabwehr und der Stockanwendung praktizieren. Uwe Nettlau wies darauf hin, wie im Prüfungsprogramm das Thema aufgegliedert ist, also von der einfachen Kontrolle des Armes bis zur kompletten Entwaffnung. Besprochen wurden Störtechniken und das bei Folgetechniken erst eine Entwaffnung zu erfolgen hat.

Weiter ging es mit den Nervendrucktechniken. Hierrüber gab es eine heftige Diskussion. Diese reichte von der allgemeinen Wirksamkeit der Techniken über das wie, wann und wo sie einzusetzen sind bis zur Erkennbarkeit der Technik bei Prüfungen. Eine von vielen Teilnehmenden geforderte spezifische definitorische Festlegung bestimmter Nervendrucktechniken zwecks besserer Prüfbarkeit wurde vom Referenten so nicht akzeptiert. Er verwies auf die Offenheit unseres Systems eben nicht alles bis ins Kleinste festzulegen und bei der Beurteilung Toleranz zu zeigen. Die einzige Festlegung die das Prüfungsprogramm gibt ist eine Anwendung mittels Druck, soll heißen, ein Schlag ist kein Druck. Es folgte sogleich die Frage: ist kneifen drücken? Es wird halt nicht langweilig in unserem Ju-Jutsu!

Die Zeit verging wie im Fluge und nach 4 Stunden Lehrgangsdauer waren viele Fragen beantwortet aber auch klar, daß das jetzige Prüfungsprogramm mit seinen Auslegungen durchaus noch nicht das letzte sein wird und weiterhin Spielraum für Diskussionen lässt.

Landeslehrgang Ju-Jutsu „Waffenlose Selbstverteidigung“

Unsere Vereinskameradin Valerie Wetter, 1. Dan Ju-Jutsu, vertrat Anfang Dezember 2018 unsere Ju-Jutsu Abteilung bei einem Landeslehrgang in Bremen. Das Thema war: „Waffenlose Selbstverteidigung“ auf der Straße. Geleitet wurde der Lehrgang von Lars Müller, 5. Dan Ju-Jutsu und 1. Dan Cacoy Doce Pares Eskrima. Verschiedenste Hebel- und Schlagtechniken wurden gezeigt und geübt. Miteingebunden wurde der 3er-Kontakt. Dies ist eine Form der Annahme eines Angriffes. Auf diesen 3er-Kontakt folgt dann die eigentliche Verteidigung mit z.B. Hebeln, Schlägen oder Tritten. Wichtig ist hier das richtige „timing“ und eine Abfolge von Techniken, die einen sinnvollen Ablauf der gesamten Abwehrhandlung ergeben. Zusätzlich zeigte Lars Müller noch Techniken aus dem Cacoy Doce Pares Eskrima und wie man diese in einen Verteidigungsablauf mit Ju-Jutsu Techniken einbinden kann.

Alles in allem war dieser Lehrgang wieder eine interessante Erweiterung für unser Ju-Jutsu und unser Wissen über die Selbstverteidigung.