Realitätsnahe Selbstverteidigung

Anfang April nahmen 15 Ju-Jutsuka unserer Abteilung an einem Lehrgang zum Thema „Realitätsnahe Selbstverteidigung“ in Bremen teil. Es ging um die Problematik, erlernte Selbstverteidigungstechniken so anzupassen, dass sie auch in unübersichtlichen und stressbehafteten Situationen Wirkung zeigen. Viele Selbstverteidigungstechniken werden in einer Gruppe und Umgebung geübt, meistens innerhalb eines Vereines, in dem einem die Mitglieder und Umgebung vertraut sind. In einer realen Selbstverteidigungslage ist das nicht der Fall. Beteiligte und Umgebung sind anders als gewohnt. Nichts ist vertraut und der Faktor Angst kommt ins Spiel. Abwehrhandlungen, die man im Verein noch bewältigen konnte, gelingen plötzlich nicht mehr. Stress, Angst und Hektik sind Faktoren, die auch geübten Selbstverteidigungssportlern so zusetzen können, dass eine eigentlich beherrschte Verteidigungstechnik plötzlich völlig misslingt. Der Kursleiter, Carsten Zimmermann, selbst im professionellen Sicherheitsgewerbe tätig, zeigte obige Problematik in Theorie und Praxis auf. Behandelt wurden psychologische Aspekte und reale Situationen, die mit verschiedenen Partnern durchgespielt wurden. Einfache und unkomplizierte Techniken waren gefragt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten so selbst erleben, was von einer filigranen Selbstverteidigungstechnik übrig bleibt wenn der Puls auf 150 steigt. Alles in allem ein guter und wichtiger Lehrgang der uns Ju-Jutsukas wieder ein Stück weiterbringt nicht nur für saubere und korrekte Techniken zu  trainieren, sondern auch für unser eigentliches Anliegen, uns im Ernstfall effektiv in realistischen Situationen verteidigen zu können.

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