Ju-Jutsu, Judo und Kyusho vereint

Landeslehrgang des NJJV zum 90jährigen Jubiläum des Schwarz-Weiß Oldenburg

 

Mitte Mai 2018 richtete unsere Ju-Jutsu Abteilung einen Landeslehrgang für den Niedersächsischen Ju-Jutsu Verband aus. Anlaß war das 90jährige Vereinsjubiläum. Die Referenten waren Norbert Töbermann, Abteilungsleiter Ju-Jutsu, 5. DAN Ju-Jutsu und 1. DAN Kyusho und Ralf Deckers, Vereinsvorsitzender des SWO und 5. DAN Judo. Bevor es allerdings losging gab es noch eine Verbandsehrung. Frank Hörschgen, 7. Dan Ju-Jutsu überreichte im Namen des NJJV Norbert Töbermann die silberne Ehrennadel Breitensport. Norbert erhielt diese Ehrung für jahrelange ehrenamtliche Arbeit im Bezirk Weser-Ems als Sportreferent, Kassenprüfer, Lehrgangsleiter und Bezirks-Prüfer.

Thema des Lehrgangs war die Kombination von Ju-Jutsu, Kyusho und Judo Techniken. Norbert legte jeweils vor mit Stand zu Boden Techniken und Ralf Deckers vervollständigte die Kombinationen mit Techniken am Boden.

Besonderen Wert legte Norbert auf die Einbindung und detaillierte Erklärung von Nervendruckpunkten aus dem Kyusho bzw. der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese Nervenpunkte sind bei uns bekannt unter den Stichworten Akupunktur und Akupressur. Diese Punkte haben heilerische und zerstörerische Wirkungen. In der Selbstverteidigung werden sie angewandt um Techniken zu verfeinern und wirkungsvoller zu machen. Auch hier kommt es, wie auch bei jeder guten Mahlzeit, auf die richtige Kombination an. Norbert und Ralf Deckers haben das hervorragend vorgeführt. Alles in allem ein Spitzen-Landeslehrgang mit Spitzen-Referenten!

Erwähnt werden soll hier auch noch unser Organisationsteam mit Gaby, Katharina und Günter die alle mit Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und Kaltgetränken versorgten.

1. Dan Kyushu Jitsu für Norbert Töbermann

Anfang März 2018 erlangte Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu, auf einem einwöchigen Seminar der Kyushu Jitsu Organisation Germany mit Bravour den 1. Dan im Kyushu Jitsu. Die Prüfer waren Bettina Lämmle, 7. Dan Kyusho Jitsu und Sebastian Lämmle. 6. Dan Kyusho Jitsu. Geprüft wurde in einem theoretischen und praktischen Teil. Im theoretischen Teil ging es um das Wissen der Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und den vitalen Körperpunkten. Im praktischen Teil darum, mittels Kenntnisse über eben dieser Punkte die Kampfkunst – Techniken effektiver zu machen. Man lernt in welcher Richtung, Reihenfolge und in welcher Intensität die Punkte angegriffen werden müssen. Die Druckpunkte werden manipuliert um den Körper des Angreifers zu schwächen. Anstatt Kraft in den Techniken zu gebrauchen, nutzt man die Kenntnisse über den menschlichen Körper um seinen Gegner zu kontrollieren oder zu überwältigen. Ein wichtiges Element des Kyusho Jitsu ist das Studium der Reaktion des Körpers auf diese Punkte. Das Sammeln dieses Wissens über die Anatomie des Menschen ist ein wichtiger Teil von Kyusho Jitsu.

Die Kyushu Jitsu Organisation Germany (KJOG) wurde von dem Pionier des deutschen Kyusho Jitsu, Gebhard Lämmle und seiner Frau Bettina Lämmle 2006 gegründet und aufgebaut. Sie ist deutschlandweit in vielen Vereinen vertreten.

Ju-Jutsu trifft Krav Maga

Zu Ehren eines im letzten Jahr verstorbenen Ju-Jutsuka der ersten Stunde fand Anfang März in Scheeßel/Niedersachsen der „Schorsch Riebartsch Gedächtnislehrgang 2018“ statt. Schorsch Riebartsch hat in seiner Wirkungszeit das Ju-Jutsu prägend mitgestaltet. Dieser erstmals stattfindende Gedächnislehrgang knüpfte nun an das vielseitige Wirken von Schorsch Riebartsch an, der auch andere Kampfsportarten betrieben hatte. In diesem Lehrgang, gehalten von Stefan Matthießen, 5. Dan Ju-Jutsu und Krav Maga Instructor, sollte es um Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Technik und Training im Ju-Jutsu und Krav Maga gehen. Basis waren hier speziell Techniken für die Selbstverteidigung für die Straße. Gezeigt wurden Abwehren gegen Schlag- und Kontaktangriffe. Hinzu kamen außerdem verschiedene Messerbedrohungen. Es zeigte sich, dass die Unterschiede der beiden Systeme nicht besonders groß sind. Sie liegen weniger in den Selbstverteidigungstechniken als an der Art der Vermittlung bzw. dem Trainingsaufbau. Am Ende wurde einhellig festgestellt, das sich beide Systeme hervorragend ergänzen.

Unsere Kohltour 2018

Ende Januar war wieder die Zeit unserer traditionellen Kohltour. Die amtierende Kohlkönigin Hanna und der amtierende Kohlkönig Herbert hatten dieses Jahr die Ehre der Organisation. Treffpunkt der hungrigen und durstigen Meute war der Bahnhof in Sandkrug. Von dort ging es in Richtung Hatterwüsting. Marschverpflegung in flüssiger und fester Form war reichlich vorhanden. Um während des Marsches in Stimmung zu kommen, hatte das Königspaar auch etliche Spiele parat, bei denen der Konsum bestimmter Getränke eine wichtige Rolle spielte. So gab es einen Paar-Eierlauf, wo erschwerend jedes Paar mit den Schnürsenkeln verbunden war. Außerdem ein Erkennungslauf mit verbundenen Augen. Das sehr gute Kohlessen und ein Buffet gab es dann im Dorfkrug Meiners in Hatterwüsting. Beim anschließenden obligatorischen Tanz und Beisammensein wurde dann das neue Königspaar ermittelt. Die Glücklichen sind Sportkamerad Karl-Heinz und passend, seine Frau Corinna. Alles in allem wieder eine super Feier mit großer Freude auf die Kohlfahrt 2019.

 

Ju-Jutsuka auf dem Prüfstand

Alle Jahre wieder fanden Anfang Dezember 2017 in unserem Verein die Jahresabschlussprüfungen im Ju-Jutsu statt. Dieses Mal an zwei Terminen und einmal als Vereins- und die zweite als Bezirksprüfung.

In der Vereinsprüfung ging es um die Graduierungen 5. bis 3. Kyu. Das sind die Anfänger bis mittlere Fortgeschrittene. Die Prüfer waren Günter Dücker, 2. Dan Ju-Jutsu und Norbert Toebermann, 5. Dan Ju-Jutsu. Die Prüflinge waren auf den 5. Kyu Sarah Claussen, Nils Aly und Yannick Lüsse, auf den 4. Kyu Ali Fuat Cetin, Fritz Sloot, Gerd van Beesten, Sebastian Vander Maelen, Michael Gerdes-Röben und Marie Poenisch und auf den 3. Kyu Bero Klahr, Henning Rückborn, Antje Frederike Sivers und Norman Geßler. Geprüft wurden Basistechniken wie Fallschule und Bewegungslehre sowie die jeweiligen Kyu-spezifischen Verteidigungstechniken aus den Bereichen Hebel, Wurf und Schlagtechniken mit Armen, Händen und Beinen. Das Niveau war gut bis sehr gut und alle Prüflinge bestanden die Graduierung zum nächsten Kyu-Grad.

Die Bezirksprüfung mit 14 Prüflingen aus dem ganzen Weser-Ems Bezirk hatte dann schon ein höheres Niveau. Geprüft wurde auf den 1. und 2. Kyu. Genannt werden hier nur die Prüflinge aus Oldenburg. Das waren Yvonne Strese, Heiko Hockertz, Lars Jensen und Dr. Holger Petermann, alle auf den 1. Kyu. Besonders schwer hatte es Lars Jensen, da er zusätzlich noch auf alle vorherigen Kyu-Grade überprüft wurde. So etwas findet statt, wenn der Prüfling bereits in einer ähnlichen Kampfsportart die angestrebte Graduierung besitzt. Die Prüfer hier waren Norbert Toebermann, 5. Dan Ju-Jutsu, Thomas te Braake, 4. Dan Ju-Jutsu und Andreas Gawelczyk, 1. Dan Ju-Jutsu. Die Prüfung dauerte fast den ganzen Tag, da bei den angestrebten Graduierungen bereits erheblich mehr an Techniken gezeigt werden muss als bei den niedrigen Graduierungen. Auch wird hier mehr Wert auf Dynamik, Variationsbreite und exakte Ausführung der Techniken gelegt. Das fordert vollste Konzentration und einen physischen Einsatz bis zur eigenen Leistungsgrenze. Alle Prüflinge der Ju-Jutsu Abteilung des Vereins Schwarz-Weiß Oldenburg bestanden ihre nächste Graduierung mit Auszeichnung. Wieder ein Schritt in Richtung 1. Dan, ein Ziel das wohl fast jeder Kampfsportler anstrebt.

Wir gratulieren allen Prüflingen zur bestandenen Prüfung und das dies die Motivation auf den nächsten Kyu-Grad beflügeln möge.

Wir auf Bundeslehrgang in Delmenhorst

Nicht nur immer das machen was man kennt, sondern auch schauen was es anderes gibt. Ein Ju-Jutsu Bundeslehrgang Ende Oktober im nahen Delmenhorst bot diese Möglichkeit. Es gab Angebote vom Krav Maga, dem Brazilian Jiu-Jitsu, dem Modern Arnis aber auch spezielle Weiterbildungen unseres Ju-Jutsu in den Bereichen Prüfung, Lehre und Training. Aus der Vielfalt der Angebote ist z. B. das Krav Maga zu nennen, eine ursprünglich aus Israel stammende Form der Selbstverteidigung. Sie ist von der dortigen Polizei und dem Militär entwickelt worden. Der Referent, Stefan Thias, u. a. 3. DAN Ju-Jutsu mit Trainer-A-Lizenz, Instructor Krav Maga mit Ausbildung zum Close Protection Officer in Israel, zeigte schnörkellose Selbstverteidigung gegen Messer Angriffe und Messer Bedrohungen. Nicht Schönheit sondern Effektivität war gefragt. Beim Modern Arnis, einer Selbstverteidigung aus dem philippinischen Raum, zeigte Stephan Köpke, 3. DAN Ju-Jutsu, 3. Klasse Modern Arnis, Trainer-C-Ju-Jutsu, Stock Anwendungen und Stock Entwaffnungen mittels Hebel Kontrolltechniken. Außerdem gab es Übungen Stock gegen Stock. Referent Andreas Tietjen, Blue Belt Gracie Jiu-Jitsu und Oliver Rumpke, Blue Belt Gracie Jiu Jitsu, gaben einen Einblick in das Brazilian Jiu-Jitsu, und zwar im Gracie Jiu-Jitsu, eine der bekanntesten Formen. Sie zeigten Back Mount Controls und Back Mount Submissions in Verbindung  mit Choke Sequence und Triple Threat, alles spezielle Formen des Bodenkampfes. Vervollständigt wurde das Programm des Bundeslehrgangs von Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Prüfung, Trainingsmethoden und Spiele mit SV – Charakter.

Weiterbildung in Sachen Nervendruck

Wieder einmal besuchte Prof. Rick Clark (in der Bildmitte) Deutschland und gab einen Lehrgang in Hatten-Munderloh. Er ist Träger des 9. Dan Ryukyu Kempo. Prof. Rick Clark unterrichtet das sogenannte „Pressure Point Fighting“, eine Selbstverteidigung, bei der es darum geht, besonders schmerzempfindliche Druckpunkte des Menschen gezielt zu stimulieren. Prof. Clark gab seinem Stil den Namen AO Denkou Jitsu. AO Denkou übersetzt lautet ungefähr „blaues Leuchten“. Das „Leuchten“ steht für das „Sirren“ der Elektrizität das empfunden wird, wenn ein Druckpunkt getroffen oder manipuliert wird und „Ao“ oder blau steht im Bezug zu Chung Do Kwan (blaue Welle), ein System das der Prof. Clark unter Chung Nak Young studierte.

Von der Ju-Jutsu Abteilung des Schwarz-Weiß Oldenburg waren Michael Schumacher, 8. Dan Ju-Jitsu und Abteilungsleiter Norbert Töbermann, 5. Dan ju-Jutsu nach Hatten-Munderloh gefahren um für den eigenen Stil weitere und neue Erkenntnisse zu sammeln.

Der Lehrgang war offen für sämtliche Stilrichtungen der Kampfkünste, so dass aus näheren Umland, Oldenburg und Hatten-Munderloh sich eine große Anzahl an Kampfsportlern einfand. Allen Teilnehmern gefiel dieser Lehrgang außerordentlich gut und viele spürten auch noch nach den Trainingseinheiten die vielen Druckpunkte, die sie an diesem Abend neu kennenlernten oder, weil lange nicht angewandt, neu wiederendeckten.

Prof. Rick Clark ist seit vielen Jahren auf Deutschland-Tour. So wird er auch 2018 wieder in unserer Region sein und einen Lehrgang ausrichten.

Sommer-Kinder-Prüfung

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Wieder einmal zeigte unsere jährliche Sommer-Kinder-Prüfung, das ein gut aufeinander abgestimmtes und hochmotiviertes Trainerinnen-Team in der Lage ist, bei den von ihnen trainierten Ju-Jutsu Kindern beste Prüfungsergebnisse hervorzubringen. Die Freude und der Spaß am Ju-Jutsu der zu prüfenden Kinder war die ganze Prüfung über spürbar, ohne dass die Techniken darunter litten. Auch der Prüfer, Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-jutsu, wies darauf hin und lobte die hohe Disziplin während der Prüfung, die durchaus nicht immer selbstverständlich ist. Alle Kinder bestanden die Prüfung und groß war die Freude, als am Ende alle ihre neuen farbigen Gürtel überreicht bekamen, wie die stolzen Gesichter auf dem Foto zeigen.

Lehrgang gegen Messerangriffe

An einem interessanten Techniklehrgang zum Thema Abwehr von Messerangriffen nahmen einige unserer Ju-Jutsuka Ende April teil. Dozent war Michael Fiedler, 6. DAN Ju-Jutsu, aus Braunschweig. Fiedler, der bei der Justiz auch seine Kollegen in SV-Techniken ausbildet, ist als Justizvollzugsbeamter in einem Gefängnis tätig und hat während seiner Arbeit schon diverse reale Einsätze in der Abwehr von verschiedensten Hieb- und Stichwaffen. Unter seinen Kollegen gilt er als Spezialist in der Arbeit mit dem Messer und dem Stock. Speziell die Thematik Messer wollten unsere Ju-Jutsuka vertiefen und neue, andere und vielleicht effektivere Techniken zu erlernen. Wie verhalte ich mich bei einem Messerangriff, welche Verletzungsmöglichkeiten hat ein Angreifer mit dem Messer, wie bewege ich mich, wie kann ich einen Angreifer entwaffnen waren Aspekte des folgenden Trainings. Die praktischen Übungen machten dann die Gefährlichkeit eines Messerangriffs deutlich und das Zaubertechniken, wie man sie häufig in Filmen sieht, nicht angebracht sind. Es bedarf einfacher und unkomplizierter Techniken unter Einbeziehung natürlicher, menschlicher Abwehrreaktionen um einen Messerangriff erfolgreich abzuwehren. Hierzu vermittelte Fiedler grundlegende Bewegungsabläufe und zusätzlich noch einige Griffe zum Abwehren von Folge-Angriffen und zum Sichern des Angreifenden. Der Applaus zeigte Michael Fiedler, dass er mit der Themenauswahl richtig lag und eine Wiederholung ist bereits geplant.

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Kyu Prüfungen im Dojo SWO

Im großen Dojo unseres Vereins veranstalteten wir in diesem Jahr unsere ersten Kyu Prüfungen. Geprüft wurden 8 Erwachsene wobei es für 6 die erste Prüfung im Ju-Jutsu war. Prüfer waren Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu und Günter Dücker, 2. Dan Ju-Jutsu. Die Prüflinge waren Hanna Oeyen zum 3. Kyu, Bero Klahr zum 4. Kyu, Christian Schulz, Michael Gerdes-Röben, Sebastian Vander Maelen, Gerd van Beesten, Fritz Sloot und Ali Fuat Cetin, alle zum 5. Kyu.

Die erste Prüfung gilt immer als eine der schwierigsten, weil die Prüflinge für sie noch nicht alltägliche Selbstverteidigungs- und Bewegungstechniken zur Anwendung bringen müssen. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Verknüpfung von verschiedensten Selbstverteidigungstechniken. Ausweich-, Hebel-, Schlag- und Wurftechniken müssen sinnvoll kombiniert werden und nicht nur im Stand, sondern auch am Boden ausgeführt werden. Da es eine Unzahl an technischen Selbstverteidigungsvariationen gibt, kommt es nicht nur auf eine gute körperliche Kondition sondern auch auf die entsprechende Kopfarbeit an. Dieser Spagat wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit vollem Einsatz und Konzentration absolviert. Alle bestanden ihre Prüfungen und die Prüfer attestierten den Prüflingen gute bis sehr gute Leistungen bei den gezeigten Techniken und auch dem körperlichen Einsatz.

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