Bundeslehrgang Prüferlizenz

Am Samstag, dem 02.02.2019, fand bei der Ju-Jutsu Abteilung des Vereins Schwarz-Weiß Oldenburg ein Bundeslehrgang zur Verlängerung der Prüferlizenz statt. Die Lehrgangsleitung oblag Uwe Nettlau, 6.Dan Ju-Jutsu, Direktor Prüfungswesen im NJJV. Nach der Begrüßung der Teilnehmenden und des Referenten durch unseren  Abteilungsleiter Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu, begann es erst einmal mit der Theorie. Besprochen wurden Veränderungen und Auslegungen des aktuellen Ju-Jutsu Prüfungsprogramms. Im Besonderen ging es um Prüfungen bei Kindern und Jugendlichen und die Unterschiedliche Handhabung der Formalien in den Vereinen und bei Prüfern und Prüferinnen. Uwe Nettlau verdeutlichte die Problematik an Hand von Beispielen und erklärte noch einmal das zurzeit offizielle Verfahren. Ein weiterer Punkt war die bisher oft unterschiedliche Auffassung über die Ausführung des Übergangs vom Stand zum Boden. Der Referent verwies auf das neueste Prüfungsprogramm und die Offenheit des Mittels, also der Technik, den Angreifer kontrolliert zu Boden zu bringen. Klargestellt wurde auch, dass sich der oder die Verteidiger oder Verteidigerin ebenfalls zu Boden begeben muss um dort mit der Verteidigung fortzufahren.

Nach einer kurzen Pause folgte dann der Praxisteil. Nun ging es um die Bewegungslehre. Der Referent ließ sich zeigen wie einzelne Prüfer und Prüferinnen diese abfragen bzw. in ihren Vereinen üben lassen. Die Entscheidung, ob sie bei Prüfungen mit oder ohne Partner bzw. Partnerin gezeigt werden, überließ er den jeweils Prüfenden.

Im nächsten Themenkomplex demonstrierten die Teilnehmenden wie sie verschiedene Formen der Stockabwehr und der Stockanwendung praktizieren. Uwe Nettlau wies darauf hin, wie im Prüfungsprogramm das Thema aufgegliedert ist, also von der einfachen Kontrolle des Armes bis zur kompletten Entwaffnung. Besprochen wurden Störtechniken und das bei Folgetechniken erst eine Entwaffnung zu erfolgen hat.

Weiter ging es mit den Nervendrucktechniken. Hierrüber gab es eine heftige Diskussion. Diese reichte von der allgemeinen Wirksamkeit der Techniken über das wie, wann und wo sie einzusetzen sind bis zur Erkennbarkeit der Technik bei Prüfungen. Eine von vielen Teilnehmenden geforderte spezifische definitorische Festlegung bestimmter Nervendrucktechniken zwecks besserer Prüfbarkeit wurde vom Referenten so nicht akzeptiert. Er verwies auf die Offenheit unseres Systems eben nicht alles bis ins Kleinste festzulegen und bei der Beurteilung Toleranz zu zeigen. Die einzige Festlegung die das Prüfungsprogramm gibt ist eine Anwendung mittels Druck, soll heißen, ein Schlag ist kein Druck. Es folgte sogleich die Frage: ist kneifen drücken? Es wird halt nicht langweilig in unserem Ju-Jutsu!

Die Zeit verging wie im Fluge und nach 4 Stunden Lehrgangsdauer waren viele Fragen beantwortet aber auch klar, daß das jetzige Prüfungsprogramm mit seinen Auslegungen durchaus noch nicht das letzte sein wird und weiterhin Spielraum für Diskussionen lässt.

Landeslehrgang Ju-Jutsu „Waffenlose Selbstverteidigung“

Unsere Vereinskameradin Valerie Wetter, 1. Dan Ju-Jutsu, vertrat Anfang Dezember 2018 unsere Ju-Jutsu Abteilung bei einem Landeslehrgang in Bremen. Das Thema war: „Waffenlose Selbstverteidigung“ auf der Straße. Geleitet wurde der Lehrgang von Lars Müller, 5. Dan Ju-Jutsu und 1. Dan Cacoy Doce Pares Eskrima. Verschiedenste Hebel- und Schlagtechniken wurden gezeigt und geübt. Miteingebunden wurde der 3er-Kontakt. Dies ist eine Form der Annahme eines Angriffes. Auf diesen 3er-Kontakt folgt dann die eigentliche Verteidigung mit z.B. Hebeln, Schlägen oder Tritten. Wichtig ist hier das richtige „timing“ und eine Abfolge von Techniken, die einen sinnvollen Ablauf der gesamten Abwehrhandlung ergeben. Zusätzlich zeigte Lars Müller noch Techniken aus dem Cacoy Doce Pares Eskrima und wie man diese in einen Verteidigungsablauf mit Ju-Jutsu Techniken einbinden kann.

Alles in allem war dieser Lehrgang wieder eine interessante Erweiterung für unser Ju-Jutsu und unser Wissen über die Selbstverteidigung.

Neue DAN Träger im Verein SWO

Gabriele Blome und Thomas Schmidt bestehen Prüfung zum 3. DAN Ju-Jutsu

Ende November 2018 fand in Delmenhorst eine Landes-DAN-Prüfung vom 1. bis 4. DAN Ju-Jutsu für den Niedersächsischen Ju-Jutsu Verband (NJJV) statt. Die Sportlerinnen und Sportler kamen aus dem gesamten Landesverband. Geprüft wurde auf zwei Matten. Prüfer waren in der Prüfungsgruppe 1 Werner Thole, 7. DAN, Frank Hörschgen, 7. DAN und Stefan Conje, 4. DAN und in der Prüfungsgruppe 2 Uwe Nettlau, 6. DAN, Sven Brokmöller 5. DAN, und Thomas te Braake, 4. DAN.

Für Gabriele Blome und Thomas Schmidt begann die Prüfung bereits am Vormittag. Vorkenntnisse aus bereits absolvierten DAN Prüfungen wurden abgefragt. Am Nachmittag folgte dann das eigentliche Programm zum 3. DAN. Inhalt waren Verteidigungstechniken im Stand und am Boden. Im Detail ging es um Atemi-, also Schlagtechniken, Hebel-, Würge-, Wurf- und Sicherungstechniken. Alle Techniken müssen in Kombination vorgeführt werden was bedeutet, das für jede Technik ein kompletter Verteidigungsablauf  gezeigt werden muss. Das erfordert Ausdauer und Konzentration. Ein weiterer Teil der Prüfung ist die Abwehr von Angriffen mit Waffen. Besonders gefordert waren hier Verteidigungen gegen Bedrohungen mit dem Messer und einer Faustfeuerwaffe. Zum Abschluss mussten sich die Prüflinge dann noch gegen zwei bewaffnete Angreifer zur Wehr setzen.

Nach über 6 Stunden stand dann fest: das Ju-Jutsu und der Verein Schwarz-Weiß Oldenburg haben zwei neue 3. DANe. Wir gratulieren!

Landeslehrgang Technik in Oldenburg

Am 17. November 2018 veranstaltete der Niedersächsischer Ju-Jutsu Verband e.V. einen Landeslehrgang Technik in unserem Verein. Referenten waren Werner Thole, 7. Dan Ju-Jutsu und Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu und 1. Dan Kyusho Jitsu. Thema war die Abwehr von Kontaktangriffen bei gleichzeitigem Einsatz von Kyusho Jitsu Techniken.  Das Kyusho Jitsu beschäftigt sich mit der Einbeziehung von Vitalpunkten des menschlichen Körpers bei der Selbstverteidigung. Als Vital- oder Nervendruckpunkte bezeichnet man die aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) stammenden klassischen Akupunktur- bzw. Akupressurpunkte. Sie werden dort eingesetzt um Schmerzen oder andere Beschwerden zu lindern. Besonders auch in China als eine Methode der örtlichen Betäubung bei Operationen. Das Beeinflussen dieser Punkte kann also heilen aber auch betäuben oder Teile des Körpers lähmen. Interessant also für die Selbstverteidigung, da Selbstverteidigungstechniken durch Druck oder Schlag auf Nervenpunkte erheblich an Wirksamkeit gewinnen können.

Das Aufwärmen übernahm Werner mit Partnerübungen zur Förderung der Beweglich- und der Geschicklichkeit. Koordinierungsübungen von Hand und Fuß waren angesagt und zwar aus der Bewegung und mit ständig wechselnden Partnern. Das sah einfach aus aber beim Probieren merkten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schnell, das man sich beim Ablauf auch nur weniger Bewegungen erheblich konzentrieren und sich auf den Partner oder Partnerin einstellen muss damit man nicht durcheinander kommt.

Nach dem Aufwärmen begann Werner mit seinem Partner Norbert verschiedene Befreiungstechniken aus Kontaktangriffen zu demonstrieren. Wert legte er auf eine schnelle Erstreaktion wie ein blockieren und fixieren der Arme oder Hände des Angreifers bei gleichzeitiger Bewegung des eigenen Körpers aus der Angriffsachse. Abschlusstechniken konnten sich dann die Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbst erarbeiten. Norberts Anteil war nun zu demonstrieren, wie die gezeigten Kombinationen durch das Bearbeiten von Nervendruckpunkten effektiver gestaltet werden können. Das führte zu verblüffenden Resultaten von einerseits einer sehr starken und andererseits einer kaum vorhandenen Reaktion. Norbert machte deutlich, dass das Benutzen von Nervendruckpunkten nicht automatisch bei jedem einen Erfolg garantiert. Das Bearbeiten von Vitalpunkten kann, muss aber nicht zum Erfolg führen. So ist es wichtig nicht auf einen Erfolg zu warten oder einzukalkulieren sondern in der Verteidigungshandlung permanent fortzufahren.

Gegen Ende des Lehrgangs zeigte Werner dann noch eine Abwehr gegen Messerbedrohungen am Hals. Nicht mehr das klassische Wegdrücken des Armes des Angreifers bei gleichzeitiger Wegnahme des eigenen Kopfes war angesagt, sondern ein Fixieren der Waffenhand des Angreifers am eigenen Körper mit einer sofortigen Abschlusstechnik und Entwaffnung. Sehr effektiv und sehr praktikabel!

Die Zeit verging wie im Fluge und am Schluss waren sich alle 40 Beteiligten einig: ein Lehrgang, der wieder einmal deutlich gemacht hat, dass vom Ansehen her eher unscheinbare Techniken in Kombination große Wirkung entfalten können.

Ju-Jutsu trifft auf Traditionelle chinesische Medizin

Selbstverteidigungstechniken aus dem Ju_Jutsu sind an sich schon sehr effektiv, lassen sich aber noch erheblich steigern durch den gezielten Einsatz von Nervendrucktechniken. Diese Kombination war das Thema  eines Ju-Jutsu Landeslehrganges beim Schwarz-Weiß Oldenburg Anfang September in Oldenburg. Referent war Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu und 1. Dan Kyusho Jitsu. Unterstützt wurde er von Werner Thole, 7.Dan Ju-Jutsu.

Der Einsatz und das Verwenden von Nervendruckpunkten hat seinen Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Zur Selbstverteidigung eingesetzt wurden diese Punkte durch Kampfkunstsysteme wie das Kyusho Jitsu. Das Bearbeiten von Nervendruckpunkten kann, wie in der Akkupunktur und Akkupressur, eine heilende Wirkung erzeugen, aber auch zerstörerisch wirken wenn man es missbraucht. Dieser Missbrauch ist interessant für die Selbstverteidigung, da Selbstverteidigungstechniken durch Druck oder Schlag auf Nervenpunkte erheblich an Wirksamkeit gewinnen.

Norbert demonstrierte mit seinem Partner Werner, wie sich das Bearbeiten, also drücken oder schlagen auf Nervenpunkten, auf Schlag- und Heteltechniken auswirkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren erstaunt, wie bekannte Selbstverteidigungstechniken an Wirksamkeit gewannen und zwar unabhängig vom Kraftaufwand. Selbst körperlich Schwächere können auf diese Weise bei körperlich überlegenen Gegnern Techniken anwenden, die sonst nur eingeschränkt wirksam währen.

Kombiniert wurde die Thematik durch den Einsatz von Passivblöcken. Dies war das Thema von Werner. Als Polizist brachte er viele Beispiele aus der Praxis mit ein. Hier zeigt sich besonders wie wichtig ein reflexartiges Verhalten wie z. B. der passive Schutz durch einfaches Heben der Unterarme vor das Gesicht ist.

Am Schluss waren sich alle Beteiligten einig: ein Lehrgang, der wieder einmal deutlich gemacht hat, wie breit Selbstverteidigung in der Praxis aufgestellt ist.

 

 

 

 

 

 

Gemeinsames Training unserer Budo-Abteilungen

Anfang August trafen sich wieder einmal die Budo Abteilungen Judo, Karate, Aikido und Ju-Jutsu des SWO zu einem gemeinsamen Wochenendtraining in unserem Dojo. Jede Abteilung stellte einige Grundzüge ihrer Kampfkunst vor, die dann von allen ausprobiert wurden. Aikido begann mit ihrer typischen Bewegungs- und Atemlehre. Es folgten Schrittdrehungen in alle Richtungen und danach Löse- und Hebeltechniken in Kombination. Die Judo Abteilung zeigte verschiedene Fallübungen und, am Beispiel des Hüftwurfes, wie man einen Wurf systematisch aufbaut und vermittelt. Unsere Ju-Jutsu Abteilung zeigte dann einfache Abwehr- und Ausweichtechniken. Diese wurden dann  kombiniert mit verschiedenen Folgetechniken und anschließendem zu Boden bringen des Angreifers. Als letzte Gruppe zeigte die Karateabteilung Blocktechniken in Kombination mit Atemi-Techniken. Abschließend gab es dann noch ein nettes Zusammensein mit reichlich zu Essen und viel Zeit zum Fachsimpeln.

Sommerzeit – Partyzeit

Auch in diesem Jahr gab es sie wieder: die Sommerparty der Ju-Jutsu Abteilungen vom Holter SV und vom SWO. Dieses Jahr waren wieder wir Ausrichter dieser Aktion. Ort war das Erlebnisbad in Bockhorn, was wir, mit freundlicher Unterstützung und Vermittlung unseres Vereinskameraden Walter, nach Betriebsschluss nutzen durften. Zur Verfügung stand das Freibad und ein großer Rasenplatz zum Campen und Grillen sowie ein Beach-Volleyball Platz. Nachdem wir alles aufgebaut hatten, ging es erst einmal zum Schwimmen bzw. zum herumtollen im Wasser. Besonders viel Spaß machte hierbei die Wasserrutsche. Da es zum Grillen noch zu früh war, tobten wir uns ausgiebig auf dem Volleyballplatz aus. Anschließend wurde gegrillt und es folgte ein Abend mit einem fröhlichen open-end Beisammensein. Ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen rundete die Party ab.

Ju-Jutsu, Judo und Kyusho vereint

Landeslehrgang des NJJV zum 90jährigen Jubiläum des Schwarz-Weiß Oldenburg

 

Mitte Mai 2018 richtete unsere Ju-Jutsu Abteilung einen Landeslehrgang für den Niedersächsischen Ju-Jutsu Verband aus. Anlaß war das 90jährige Vereinsjubiläum. Die Referenten waren Norbert Töbermann, Abteilungsleiter Ju-Jutsu, 5. DAN Ju-Jutsu und 1. DAN Kyusho und Ralf Deckers, Vereinsvorsitzender des SWO und 5. DAN Judo. Bevor es allerdings losging gab es noch eine Verbandsehrung. Frank Hörschgen, 7. Dan Ju-Jutsu überreichte im Namen des NJJV Norbert Töbermann die silberne Ehrennadel Breitensport. Norbert erhielt diese Ehrung für jahrelange ehrenamtliche Arbeit im Bezirk Weser-Ems als Sportreferent, Kassenprüfer, Lehrgangsleiter und Bezirks-Prüfer.

Thema des Lehrgangs war die Kombination von Ju-Jutsu, Kyusho und Judo Techniken. Norbert legte jeweils vor mit Stand zu Boden Techniken und Ralf Deckers vervollständigte die Kombinationen mit Techniken am Boden.

Besonderen Wert legte Norbert auf die Einbindung und detaillierte Erklärung von Nervendruckpunkten aus dem Kyusho bzw. der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese Nervenpunkte sind bei uns bekannt unter den Stichworten Akupunktur und Akupressur. Diese Punkte haben heilerische und zerstörerische Wirkungen. In der Selbstverteidigung werden sie angewandt um Techniken zu verfeinern und wirkungsvoller zu machen. Auch hier kommt es, wie auch bei jeder guten Mahlzeit, auf die richtige Kombination an. Norbert und Ralf Deckers haben das hervorragend vorgeführt. Alles in allem ein Spitzen-Landeslehrgang mit Spitzen-Referenten!

Erwähnt werden soll hier auch noch unser Organisationsteam mit Gaby, Katharina und Günter die alle mit Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und Kaltgetränken versorgten.

1. Dan Kyushu Jitsu für Norbert Töbermann

Anfang März 2018 erlangte Norbert Töbermann, 5. Dan Ju-Jutsu, auf einem einwöchigen Seminar der Kyushu Jitsu Organisation Germany mit Bravour den 1. Dan im Kyushu Jitsu. Die Prüfer waren Bettina Lämmle, 7. Dan Kyusho Jitsu und Sebastian Lämmle. 6. Dan Kyusho Jitsu. Geprüft wurde in einem theoretischen und praktischen Teil. Im theoretischen Teil ging es um das Wissen der Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und den vitalen Körperpunkten. Im praktischen Teil darum, mittels Kenntnisse über eben dieser Punkte die Kampfkunst – Techniken effektiver zu machen. Man lernt in welcher Richtung, Reihenfolge und in welcher Intensität die Punkte angegriffen werden müssen. Die Druckpunkte werden manipuliert um den Körper des Angreifers zu schwächen. Anstatt Kraft in den Techniken zu gebrauchen, nutzt man die Kenntnisse über den menschlichen Körper um seinen Gegner zu kontrollieren oder zu überwältigen. Ein wichtiges Element des Kyusho Jitsu ist das Studium der Reaktion des Körpers auf diese Punkte. Das Sammeln dieses Wissens über die Anatomie des Menschen ist ein wichtiger Teil von Kyusho Jitsu.

Die Kyushu Jitsu Organisation Germany (KJOG) wurde von dem Pionier des deutschen Kyusho Jitsu, Gebhard Lämmle und seiner Frau Bettina Lämmle 2006 gegründet und aufgebaut. Sie ist deutschlandweit in vielen Vereinen vertreten.

Ju-Jutsu trifft Krav Maga

Zu Ehren eines im letzten Jahr verstorbenen Ju-Jutsuka der ersten Stunde fand Anfang März in Scheeßel/Niedersachsen der „Schorsch Riebartsch Gedächtnislehrgang 2018“ statt. Schorsch Riebartsch hat in seiner Wirkungszeit das Ju-Jutsu prägend mitgestaltet. Dieser erstmals stattfindende Gedächnislehrgang knüpfte nun an das vielseitige Wirken von Schorsch Riebartsch an, der auch andere Kampfsportarten betrieben hatte. In diesem Lehrgang, gehalten von Stefan Matthießen, 5. Dan Ju-Jutsu und Krav Maga Instructor, sollte es um Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Technik und Training im Ju-Jutsu und Krav Maga gehen. Basis waren hier speziell Techniken für die Selbstverteidigung für die Straße. Gezeigt wurden Abwehren gegen Schlag- und Kontaktangriffe. Hinzu kamen außerdem verschiedene Messerbedrohungen. Es zeigte sich, dass die Unterschiede der beiden Systeme nicht besonders groß sind. Sie liegen weniger in den Selbstverteidigungstechniken als an der Art der Vermittlung bzw. dem Trainingsaufbau. Am Ende wurde einhellig festgestellt, das sich beide Systeme hervorragend ergänzen.